Kompetenznetz AIDS in Schleswig-Holstein: ein starkes Bündnis für Vielfalt – gegen Diskriminierung!

Qualitätsstandards

1 Präambel

2 Leitbild

3 Zielgruppen

4 Ziele

5 Aufgaben und Angebote

6 Anforderungen an Mitarbeiter*innen

7 Arbeitsvoraussetzungen

8 Vereinsstrukturen


1 Präambel

Die Aidshilfen im Kompetenznetz Aids in Schleswig-Holstein sehen es als ihre vornehmlichen Aufgaben an Seit Entstehung der Aidshilfen in Schleswig-Holstein im Jahr 1986 haben sich die einzelnen Aidshilfen aufgrund sozialpolitischer und regionaler Rahmenbedingungen in ihren Strukturen und fachlich-inhaltlichen Angeboten unterschiedlich entwickelt.
Grundlage für die Arbeit der Aidshilfen in Schleswig-Holstein – um ihre Aufgaben professionell, qualitativ hochwertig und einheitlich wahrzunehmen – bilden die vereinbarten Leitlinien und definierten Qualitätsstandards.
Für die Umsetzung dieser Qualitätsstandards sind die Vorstände der regionalen Aidshilfen verantwortlich.
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2 Leitbild

Professionelle Beratung und Betreuung, Kompetenz in der Präventionsarbeit, ehrenamtliches Engagement und Selbsthilfeaktivitäten sowie Vernetzung bilden die Säulen unserer Arbeit. Die Aidshilfen stehen für die Akzeptanz der verschiedensten Lebensweisen und Lebenswelten in der Gesellschaft und wenden sich gegen Diskriminierung jeglicher Art. Ohne Vorbedingungen erfüllen zu müssen, finden in den Aidshilfen die Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, religiöser Anschauung, Lebensstil oder sexueller Identität Hilfe und Beratung.
Die Arbeit der Aidshilfen basiert auf dem Konzept der "Strukturellen Prävention", das in Anlehnung an das Konzept der Gesundheitsförderung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) entwickeltet wurde. Dieses Konzept verknüpft die Verhaltens- mit der Verhältnisprävention. Es basiert auf dem Verständnis, dass komplexe Wechselbeziehungen zwischen Individuum und Gesellschaft bestehen. Die Möglichkeiten des/der Einzelnen sind abhängig von den Bedingungen, in denen er/sie lebt. Somit findet die Arbeit sowohl auf der gesellschaftlichen als auch auf der individuellen Ebene statt. In diesem Sinne schließen wir uns solidarisch zusammen und kooperieren mit Initiativen und Organisationen, die sich gegen Diskriminierung jeglicher Art wenden.
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3 Zielgruppen

sind neben der Allgemeinbevölkerung insbesondere hoch zur Übersicht

4 Ziele

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5 Aufgaben und Angebote

Die spezifischen Aufgaben der Aidshilfen gliedern sich in die Bereiche Prävention, Beratung und Betreuung von Menschen mit HIV und Aids und deren An- und Zugehörige. Die Arbeit der Aidshilfen erfolgt entsprechend lokaler und regionaler Voraussetzungen zielgruppenorientiert und vernetzt. Auf gesellschaftliche und epidemiologische Veränderungen und Entwicklungen wird reagiert und die Angebotspalette entsprechend zeitnah angepasst. In Ergänzung zu den Angeboten des öffentlichen Gesundheitssystems vermitteln die Aidshilfen aktuelles Fachwissen auf den Gebieten: Schwerpunkte der Präventionsarbeit der Aidshilfen sind:

Primärprävention -
wir wollen die Menschen befähigen, Risiken zutreffend einzuschätzen und selbstbestimmt über ihr Handeln zu entscheiden. Hier geht es konkret um die Vermeidung von HIV-Neuinfektionen.

Sekundärprävention -
unterstützt Maßnahmen, die der Gesundheitsförderung HIV-positiver Menschen dienen.

Tertiärprävention -
dient der Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, die an Aids erkrankt sind.

Die Aidshilfen sehen eine wesentliche Aufgabe in der psychosozialen Betreuung und Beratung der Betroffenen und deren An- und Zugehörige. Sie sind vielfach die erste Anlaufstelle für Menschen in Krisensituationen.
Die Aidshilfen arbeiten eng vernetzt mit anderen Spezialist*innen und Fachdiensten und vermitteln Kontakte zu Darüber hinaus fördern die Aidshilfen aktiv die Selbsthilfe. Sie initiieren Selbsthilfegruppen.

Durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit stellen die Aidshilfen ihre Arbeit transparent dar und werben für diese. Ziel ist, über Infektionsrisiken und das Erkrankungsbild zu informieren, die Bevölkerung für die Probleme der Betroffenen zu sensibilisieren und somit die Akzeptanz in der Gesellschaft zu fördern.

Als Grundlage der Qualitätssicherung halten die Aidshilfen eine qualifizierte Dokumentation und Nachweisführung geleisteter Arbeit für unabdingbar.
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6 Anforderungen an Mitarbeiter*innen

Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sind grundsätzlich zu Diskretion und Verschwiegenheit verpflichtet.

Von den hauptamtlichen Mitarbeiter*innen wird gefordert: Von den ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen wird gefordert: Die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen engagieren sich in der Beratungs-, Betreuungs-, Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit, wobei sie, entsprechend ihrer fachlichen Grundqualifikation, fachkundig eingearbeitet, angeleitet und unterstützt werden. Voraussetzung für die ehrenamtliche Mitarbeit ist die Eignung sowie die Bereitschaft und Fähigkeit zur erforderlichen fachlichen Qualifizierung.
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7 Arbeitsvoraussetzungen

Um die Arbeit mit den Betroffenen und deren Umfeld so effektiv und klient*innenfreundlich wie möglich zu gestalten, sind folgende Kriterien zu erfüllen: hoch zur Übersicht

8 Vereinsstrukturen

Folgende Punkte haben die Aidshilfen zu erfüllen:

Beschlossen und verabschiedet auf der Herbstkonferenz 2017
Kiel, den 17.09.2011

Änderungen beschlossen auf der Frühjahrskonferenz 2017
Kiel, den 14.09.2017

die Vorstände der Aidshilfen im Kompetenznetz AIDS in Schleswig-Holstein
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